Frauke Lindemann


Fotografien scheinen immer fluider zu werden und sind weniger Einzelbild als vernetzte Aufnahmen vielschichtiger Prozesse, welche längst aus der Idee des Moments herausgetreten sind. Mittels fotografischer Techniken wird diese Entwicklung im digitalen Raum und deren Auswirkungen auf die Fotografie selbst hinterfragt. 

 

Fotografische Momentaufnahmen werden digital verfremdet und neu konstruiert. Die zu sehenden Körper und Formen entziehen sich größten Teils unserer fotografischen Lesbarkeit und geben nur selten Konkretes preis. Wie Artefakte des Digitalen erinnern sie an etwas, das einmal wesentlich war, aber nicht mehr vollständig ist. Die digital prozessierten Fotografien werden in der Dunkelkammer zurück in den analogen Raum überführt. Dabei werden Prozesse und Störungen des Übertragungsprozesses und ihrer Entwicklung sichtbar und bilden sich ab.



Raumansicht, Zwischenraum HKS-Ottersberg, 2021 ©Frauke Lindemann