Jochen Stenschke

Die bildnerischen Werkreihen „structure crunch“ und „Realitätsverschiebung“ sind inspiriert in der Darstellung zeichnerischer, struktureller Bildmuster und präsenter Wirksamkeit der Farben. Digitale Bilder können visuell unendliche Markierungen im Raum finden und die Loslösung von der Gravitation zeigen. Die phäno- menologische Beobachtung der Erfahrung des analogen Raums einerseits und der Wahrnehmung der Geschwindigkeit der Bilder im virtuellen Raum anderseits zeigt den Spannungsbogen der Volatilität. Wir sehen das, was wir erkennen und wir machen uns Bilder von dem, was wir erkannt haben.

Offen bleibt in der Betrachtung, mit welcher Intelligenz und Erinnerung die Bilder Bestand generieren oder im Spiel sich die scheinbare Realität verflüchtigt. Trocken und glasig bleiben die Informationen im virtuellen Raum. Die analogen Bilder bewahren sich die Sinnlichkeit.

structure crunch 2, 2021, Altöl, Öl-und Aquarellfarbe auf Papier, 100 x 200 cm


structure crunch 3, 2021, Altöl, Öl-und Aquarellfarbe auf Papier, 100 x 200 cm


structure crunch 1-4, 2020, Mischtechnik auf Papier, je 29,5 x 42 cm


structure crunch 5-7, 2021, Mischtechnik, Altöl auf Papier, je 29,5 x 42 cm

raster memory 1, 2022, Mischtechnik auf Papier, 200 x 200 cm